Walnuss – mehr als nur „Hirnnahrung“

Der Walnussbaum kann eine Höhe von 20 m und am Grund oft einen Stammumfang von 3,5 m erreichen. Seine Rinde ist gräulich-braun bis silbrig. Walnussbäume gehören zu den ältesten bekannten Bäumen überhaupt. Der botanische Name des Walnussbaumes „Juglans regia“, erinnert daran, dass dieser Baum Jupiter geweiht war.

Verwendet werden die Blätter, die unreife Nuss (+grünen Mantel!) und natürlich im Herbst die ausgereifte Walnuss.

Gesammelt werden die Blätter bei schönem Wetter im Juni (bis zum Johannistag).
Dann werden sie an der Luft getrocknet und zB als Tee oder auch als Salbe weiterverwendet. Walnussblätter gehören zu den Gerbstoffdrogen und sind bei entzündeten Schleimhäuten zu verwenden.
Bei gereizter Darmschleimhaut bei Durchfall, entzündeter Magenschleimhaut, Entzündungen im Mund, am Zahnfleisch und im Rachen. Aber auch äußerlich haben gerbstoffhaltige Kräuter entzündungshemmende Wirkung.
Ganz besonders aber eignet sich die Droge zur Behandlung der verschiedensten Hauterkrankungen wie Ekzeme, Herpes, Akne.
Ein Walnussblätter-Sitzbad lindert Hämorrhoiden.
Mit Fett aufgekocht, lässt sich aus den noch grünen Schalen und den Blättern (getrocknet und zerrieben) eine kopfhautstärkende Salbe mit Antischuppenwirkung zubereiten.

Grüne Nüsse
Die unreifen, grünen Nüsse werden auf vielfache Weise angewendet:
Gerne wird daraus Likör oder Kompott zubereitet.
Die grünen Nüsse stärken die Verdauung, die Leber und reinigen das Blut. Die Durchblutung des Körpers wird verbessert. Auch unreife grüne Nüsse sind bis kurz vor dem Johannistag – Ende Juni – erntereif. Man sollte sie komplett durchstechen oder auseinanderschneiden können. Die späteren Nussschalen sind in diesem Stadium noch weich, ebenso wie die späteren Nüsse. So können sich die wertvollen Gerbstoffe voll entfalten.

Reife Walnuss:
Walnüsse haben einen hohen Fettgehalt von 65 Prozent, sind  aber dennoch sehr gesund. Zwei Drittel der enthaltenen Fettsäuren sind mehrfach ungesättigt. Der Körper kann diese nicht selbst bilden, braucht sie aber unter anderem für die Entwicklung des Gehirns und der Nervenzellen – sie müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden. Walnüsse werden aus ernährungswissenschaftlicher Sicht wegen ihres hohen Anteils an wertvollen Fettsäuren, Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen hochgelobt. Eine Ernährung ergänzt durch Walnüsse, senkt das Gesamtcholesterin. Damit lässt sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten verringern.
Sie erhöhen die Konzentration und Lernfähigkeit, stärken Gedächtnis und Nervenfunktion.
Das grünlich-gelbe Walnussöl wird aus den zerriebenen Kernen durch kaltes Pressen gewonnen. Aufgrund des hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren gilt Wallnussöl als eher trocknendes Öl.

 

Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und deren Zubereitungen nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen sind. Sie ersetzen daher keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.