Löwenzahn – der Lichtbringer

Löwenzahn, MeranEs gibt wohl kaum ein Heilkraut, welches Kindern solche Freude bereitet, wie der Löwenzahn. Sei es als Pusteblume oder zum „Himmel und Hölle“ spielen.
Werden die Stängel ins Wasser gegeben, formen sich die tollsten Gebilde und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Der Löwenzahn erfreut uns schon recht bald im Frühjahr mit seinen kräftig gelb leuchtenden Blüten.

Von dieser Wunderpflanze sind alle Teile verwendbar: die Blüten, die markant zahnig geformten Blätter und die Wurzeln.
Für eine Tinktur werden alle Teile mit Alkohol angesetzt.

Der Löwenzahn hat, wie sehr viele typische Frühlings-Heilkräuter, eine sehr starke  blutreinigende Kraft.

Er regt sämtliche Verdauungsorgane an. Dadurch kann Belastendes ausgeschieden werden.
Weiters kann er beim Abnehmen helfen und auch als Muntermacher wirken.

Der Löwenzahn wirkt entwässernd und leicht abführend. So wird er auch zur Reinigung der Nieren eingesetzt.
Deshalb sollte er in keiner Frühjahrskur fehlen.

Löwenzahn wird auch als hilfreiches Mittel bei Leberbeschwerden und zur Steigerung der Gallensekretion genutzt. Die Bitterstoffe leisten hier wertvolle Unterstützung.

In der Naturheilkunde wird er auch bei chronischen Entzündungen der Atemwege angewandt.

Der Verwendung der jungen Blätter sind keine Grenzen gesetzt, sei es als Salat oder als Pesto.
Ältere Blätter schmecken sehr bitter, also werden die Jungen bevorzugt verwendet.

Aus den Blüten kann man Sirup oder „Honig“ herstellen oder diese auch als Kapern einlegen.

Etwas gewöhnungsbedürftig schmeckt Löwenzahn als Kaffee-Ersatz, den man aus den Wurzeln herstellen kann.

Bei Wassereinlagerungen und Krampfadern kann der Löwenzahn ebenfalls gut helfen:
Wurzeln in Wasser einige Minuten kochen lassen, abseihen, abkühlen lassen und die Beine darin baden.

Aus Löwenzahnblüten kann man eine wunderbare Salbe herstellen. Sie hilft bei trockener und rissiger Haut und lindert Gelenksschmerzen, Muskelkater und Verspannungen.

Löwenzahn, Meran

Löwenzahnblüten-Salbe:
Blüten sammeln und etwas liegen lassen, damit Käferchen oder andere Tiere flüchten können.
Die Blüten in ein Glas geben und mit Öl (z.B. Sonnenblumen- oder Olivenöl) auffüllen und ein paar Wochen stehen lassen.
Danach abseihen und Bienenwachs zur gewünschten Menge Öl geben und langsam erwärmen.
Wenn das Wachs zergangen ist, die Salbe in Tiegel abfüllen und fest werden lassen.

Aber Achtung beim Pflücken:
Darauf achten, dass die Wiese nicht gedüngt wurde (Löwenzahn fühlt sich auf gedüngten Wiesen besonders wohl). Deshalb lieber nachfragen.
Die kräftige Farbe der Blüten des Löwenzahns erhellen unser Gemüt. Er klärt das Bewusstsein und lehrt Zufriedenheit und Selbstachtung.

Er ist ein Lichtbringer, der Gefühle aus dem Innersten an das Licht bringt.

 

Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und deren Zubereitungen nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen sind. Sie ersetzen daher keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.