Lavendel

Lavendel_Eigenfoto (c) Seidl

Der Duft von Lavendel ist uns wohl bekannt.
Ursprünglich stammt Lavendel aus dem sonnigen trockenen Süden, aber auch bei uns gedeiht er sehr gut.
Er liebt trockene sonnige Standorte, auch sandigen Boden mag er gerne.
Er ist mehrjährig und kann bis zu einem halben Meter hoch werden.

Diese betörend riechende Heilpflanze gehört zu der Familie der Lippenblütler. Blütezeit ist, je nach Sorte, meist ab Juni bis in den August. Je nach Sorte blüht er in den verschiedensten Lila-Tönen.
Die Blätter sind gräulich (bei älteren Stöcken können sie auch grünlich werden).

Als Heilkraut wird die blühende Pflanze verwendet.

Lavendel wird schon seit Jahrhunderten verwendet.
Nicht nur als Wundheilungskraut, sondern auch als Badezusatz und für eine schöne Haut wurde das Heilkraut schon bei den Griechen, Römern und Ägyptern geschätzt und verehrt.

Das wohlriechende Heilkraut wird in vielen alten Kräuterbüchern erwähnt.

Hildegard von Bingen beschrieb den Lavendel als warmes und trockenes Kraut, welches von ihr auch bei Lungen- und Leberkrankheiten sowie bei psychischen Befindlichkeiten verabreichtet wurde.
Paracelsus kannte bereits seine beruhigende Wirkung und setzte Lavendel zur Behandlung bei Herz- und Verdauungsbeschwerden ein.
Es  wurde auch empfohlen, den Lavendel in Wein oder Wasser zu sieden und zu trinken oder sich mit dem Schnaps die Pulsadern einzureiben.

Der feine Duft verwöhnt nicht nur unsere Nase, er beruhigt auch unsere Nerven. Er hilft Verspannungen zu lösen, lindert Kopfweh, hilft bei Magen- und Darmproblemen und schenkt uns einen erholsamen tiefen Schlaf.
Neben der beruhigenden Wirkung, wirken die Inhaltsstoffe des Lavendels zudem auch antibakteriell, galletreibend sowie krampflösend.
Abends eine Tasse Lavendeltee  getrunken, lässt uns zur Ruhe kommen und entspannen.

Lavendel wird auch bei den verschiedensten Wellness-Anwendungen verwendet.

Das ätherische Lavendelöl ist eine wertvolle Unterstützung. Ein paar Tropfen davon auf das Kissen und wir können besser einschlafen. Der Duft des Lavendelöles hält uns auch Insekten vom Leib.
Das Öl wirkt auch antiseptisch und hilft bei leichten Verbrennungen. Nach Verbrennungen schnell aufgebracht, entstehen oftmals keine Brandblasen.
Falls man zur inneren Unruhe neigt oder schnell nervös wird, ist ätherisches Lavendelöl eine sehr große Hilfe. Den Duft einatmen, ein paar Tropfen am Handgelenk und/oder im Brustbereich verreiben – das beruhigt und festigt.

Besonders bewährt hat sich Lavendel auch bei unruhigen Kleinkindern und gestressten Schulkindern. Falls hier kein Tee getrunken werden mag, ist ein Lavendelkissen sehr hilfreich.
Bei Bauchschmerzen (auch aufgrund von Nervosität) hilft ein warmes Lavendelkissen. Es wirkt schnell entspannend und beruhigend.

Auch wem immer wieder mal die „Galle überläuft“, sollte man mit Lavendel arbeiten (Tee, Öl, Kissen).

Lavendel_Eigenfoto (c) Seidl

Wer für die  Aromatherapie oder kosmetische Zwecke ätherisches Lavendelöl kauft, sollte bitte unbedingt auf ausgezeichnete Qualität achten. Es gibt im Handel sehr viele synthetische Produkte, davon rate ich ab.

Lavendelöl ist für mich eines der wichtigsten ätherischen Öle. Es wirkt ausgleichend und entspannend, kann aber auch anregen und erfrischen. Bei großem Druck und Stress beruhigt es.

Auch in der Küche wird Lavendel sehr gerne zum Würzen verschiedenster Speisen verwendet.
Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ob Fleisch, Fisch, Käse oder Süßes – alles ist möglich. Nur sollte man sparsam würzen, da Lavendel sehr intensiv im Geschmack ist.

 

 Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass allfällige in diesen Artikeln angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und deren Zubereitungen nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen sind. Sie ersetzen daher keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.