Das Gänseblümchen

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„Die Freude der Ärzte und der Stolz der Köche“ 

Mit diesen Worten beschrieb Karl der Große eines meiner Lieblingsheilkräuter.

Das Gänseblümchen kennt wohl jeder.
Kaum jemand, der mit der kleinen Blüte nicht Orakel gespielt oder einen Blütenkranz geflochten hat.

Es wächst bevorzugt auf Wiesen, aber auch auf Schotter kann es gedeihen.
Es kann bis zu 15 cm hoch werden und ist mehrjährig.

Schon bald im Frühjahr treiben die Blätter aus. Sie wachsen als Blattrosette und schon sehr zeitig erscheinen die Blüten, welche einzeln auf dünnen Stängeln sitzen.

Das Gänseblümchen zählt zu den Korbblütlern. Es hat viele weiße Zungenblüten und in der Mitte ist sie gelb – also sehr ähnlich wie die Margerite oder auch die Kamille.

Die Blüten des Gänseblümchens sind essbar, sie sollten in keinem Salat fehlen. Sie stecken voller Mineralstoffe und Vitamine und sind im Frühjahr sehr hilfreich, um wieder in die Gänge zu kommen und können uns so Energie und Kraft für den ganzen Tag schenken.
(Aber Achtung: Wer allergisch auf Korbblütler reagiert, sollte auch beim Gänseblümchen vorsichtig sein!)

Fast das ganze Jahr erfreut uns das Gänseblümchen mit ihrer fröhlichen Blüte.
Ob vom ersten wärmenden Sonnenstrahl im Frühjahr bis zu den kalten Tagen im Herbst, das Gänseblümchen steht uns immer zur Seite. Es ist schier unverwüstlich, egal ob man darauf tritt oder es abmäht, die kleine starke Blüte kommt immer wieder. Ihre Stärke liegt auch in der Vielfalt der Anwendungsmöglichkeit:

Bei hartnäckigem Husten und Erkältungen hilft sie auf sanfte schleimlösende Art. Ein Tee ist hier sehr hilfreich.

Im Frühling wird sie bei der Entgiftung des Körpers eingesetzt.

Die frischen Blätter und Blüten können äußerlich zur Wundbehandlung und auch bei Verstauchungen, Verrenkungen oder Quetschungen und auch bei Überanstrengung aufgelegt werden. So stärkt auch eine Creme aus Gänseblümchen die Gelenke. Ein Gänseblümchenöl hilft auch hervorragend bei Muskelkater. Das Gänseblümchen wird auch gerne als die „kleine Schwester der Arnika“ bezeichnet.

Bei Insektenstichen kann man den Blütenkopf zerdrücken und auf die Einstich – bzw. Bissstelle geben. So wird der Juckreiz gemindert.

Gänseblümchencreme macht eine schöne zarte Haut und ist hilfreich bei Faltenbildung. Bei besonders rauen Hautstellen (Ellenbogen, Knie, Fersen) kann sie hier ebenfalls gute Dienste erweisen.

Die kleinen Fältchen im Bereich der Augen lassen sich gut mit einer Gänseblümchencreme aus Jojoba-Öl behandeln.

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Rezept Augencreme:
Bevorzugt Jojobaöl verwenden, es zieht sehr gut ein.
Gänseblümchen in Jojobaöl geben und einige Tage ziehen lassen, dann abseihen. Bienenwachs dazugeben und leicht erwärmen, bis das Wachs zergangen ist und in Tiegeln abfüllen (Achtung: nicht heiß werden lassen, wenig Hitze und immer gut umrühren).

Rezept Körperöl gegen Muskelkater mit Gänseblümchen:
Frische Gänseblümchen (auch die Blätter) in ein Schraubglas geben, mit hochwertigem Öl (z.B. Olivenöl) auffüllen und einige Wochen stehen lassen (nicht in der Sonne, das Öl könnte ranzig werden). Abseihen und in sauberes Gefäß abfüllen.

 

 Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass allfällige in diesen Artikeln angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und deren Zubereitungen nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen sind. Sie ersetzen daher keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.