Linde

Sommerlinde_Eigenfoto

Die Linde ist vorwiegend auf der Nordhalbkugel unserer Erde zu finden.

Bei uns ist die Sommer- und die Winterlinde weit verbreitet.
Eine Linde kann sehr alt werden (über 1000 Jahre).

In der griechischen Mythologie ist die Linde der Liebesgöttin Aphrodite und bei den Germanen der Fruchtbarkeitsgöttin Freya gewidmet.
Auch in alten Sagen und Geschichten kommen immer wieder die Linden vor. So wurde Siegfried beim Baden im Drachenblut genau an der Stelle verwundbar, auf die ein Lindenblatt fiel.

Auch heute sieht man Linden noch im „Zentrum“ von Dörfern.
Die Linde galt als „Baum der Erleuchtung“. Daher wurde früher unter Lindenbäumen Recht gesprochen und es galt als Versammlungsplatz – auch für Feste.
Die Linde steht auch für Zusammenhalt und weckt die Verantwortung füreinander. Vielleicht ist es die Herzform der Blätter, die hier so unterstützend wirkt?

„Schon um die Linde war es voll und alles tanzte schon wie toll!“ schrieb Goethe.
Je nachdem ob Sommer- oder Winterlinde, blüht der Baum im Juni/Juli. Zu diesem Zeitpunkt sollten auch die Blüten gesammelt werden.

Lindenblütentee wendet man bei Erkältungen an, er wirkt schweißtreibend, regt den Appetit an und wirkt beruhigend.
Die Blüten der Linde sind ein wichtiges Mittel bei Grippe und Fieber.

Auch hat die Blüte eine Hustenreiz-lindernde Wirkung. Das kommt von den Schleimstoffen, die in den Lindenblüten enthalten sind.

Weiters unterstützt der Tee das Immunsystem und steigert die Abwehrkräfte.
Die wassertreibende Wirkung der Lindenblüten hilft bei Blasen- und Nierenleiden, die krampflösende Wirkung lindert Magenschmerzen und ist auch sehr hilfreich bei Menstruationsbeschwerden.

Den Tee süßen bzw. seine Wirkung verstärken, können Sie mit einem selbst angesetzten Lindenblüten-Honig.
Dazu nimmt man eine Handvoll Lindenblüten und ein Glas flüssigen Honig. Beides wird gut vermischt und mindestens 24 Stunden stehen gelassen. Der Honig nimmt die Wirkstoffe der Lindenblüten an.

Bei Hitzewallungen in den Wechseljahren wird empfohlen, kalt angesetzten Lindenblütentee zu trinken.
Mit kaltem Wasser die Lindenblüten ansetzen und mindestens 8 Stunden zugedeckt stehen lassen. Der Tee färbt sich rot.

Sommerlinde_Lindenblüte_Eigenfoto

Sommerlinde_Lindenblüte_Eigenfoto

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sommerlinde
Die Sommerlinde wird gerne in Städten zum Begrünen gesetzt.

Sie blüht einige Wochen vor der Winterlinde und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen.
Die uns bekannten prächtigsten „Dorflinden“ sind meist Sommerlinden.

Sie kann bis zu 40 m hoch werden und das Blätterdach ist eher kegelförmig.
Die Blätter sind herzförmig mit gesägten Rändern. Die Blattunterseite ist weiß und leicht behaart.
Die Blüten stehen in Dolden zusammen, die Frucht ist ein kantig mit einem Blatt.

Winterlinde
Der Baum wird bis zu 30 m hoch und hat eine rundliche Krone. Die Blätter haben auch eine herzförmige Form, aber die Unterseite ist bräunlich behaart. Die Blüten stehen auch in Dolden zusammen, die Früchte sind birnenförmig.

Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und deren Zubereitungen nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen sind. Sie ersetzen daher keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.